Natura 2000 - Worum geht es?

Natura 2000 soll die Vielfalt des Lebens, die Biodiversität erhalten. Das Schutzgebietsnetzwerk ist eine europaweite Strategie, die dem seit Jahrzehnten beobachteten und dokumentierten Artensterben, dem Verlust von Lebensräumen und der genetischen Vielfalt entgegen wirken soll.

Am Beispiel der Zugvögel lässt sich der Zweck eines europaweiten Schutzgebietsnetzwerkes anschaulich darstellen: Zugvögel durchfliegen mehrere Länder und sind dabei auf Raststationen angewiesen. Diese Raststationen müssen genauso erhalten werden wie die Brut- oder Überwinte- rungsgebiete, um den Fortbestand einzelner Vogelarten zu sichern. Daher ist es wichtig, die Ansprüche der Tiere und Pflanzen über Grenzen hinweg zu betrachten und ein vielfältiges Netzwerk mit genügend Knotenpunkten zu erhalten.

Durch das Natura 2000-Schutzgebietsnetzwerk sollen wildlebende Vogelarten, Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensräume erhalten, aber auch entwickelt werden. Aktuell schützt dieses Netzwerk europaweit rund 190 Vogel-, rund

1.000 Tier- sowie Pflanzenarten und um die 230 Lebensräume. Gelistete Arten und Lebensräume werden auch Schutzgüter genannt. Die Mitgliedsstaaten sind verpflichtet, für einen günstigen Erhaltungszustand dieser Schutzgüter Sorge zu tragen. Oder umgekehrt: Naturnutzer oder Bewirtschafter von Schutzgütern dürfen ihren Erhaltungszustand nicht „aktiv“ verschlechtern.

In Kärnten sind 34 Natura 2000-Gebiete mit einer Gesamtfläche von rund 580 km2 ausgewiesen. Das entspricht rund 6% der Landesfläche Kärntens, 15 % beträgt der österreichweite Durchschnitt. Das größtes Natura 2000 oder auch Europaschutzgebiet in Kärnten ist mit rund 350 km2 in den Hohen Tauern ausgewiesen, die Obere Drau ist mit 68 km das längste Europaschutzgebiet in Kärnten.

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