Jagd

Im Schutzgebiet befinden sich mehrere Jagdreviere. Westlich des Valentintörls liegen die Eigenjagden Wolayeralm und Judengras sowie ein Teil der Eigenjagd Birnbaum. Daran schließt nach Osten die Eigenjagd Valentinalm und eine Teilfläche der Eigenjagd Plöcken an.

Als jagdbares Wild kommen im Gebiet die Schalenwildarten Gams-, Reh- und Rotwild vor, gelegentlich ist auf den Almen auch Schwarzwild unterwegs. Von den Raufußhuhnarten kommt das Birkwild noch in guten Beständen vor, in der Wolayeralm findet sich auch das Haselwild und in den Hochlagen über der Waldgrenze im gesamten Gebiet das Schneehuhn. Als Rarität kann das Vorkommen des Steinhuhnes bezeichnet werden. Von den „kleineren“ Raubwildarten kommen Fuchs, Stein- und Baummarder vor. Großwildarten wie z.B. Bär und Luchs nutzen das Schutzgebiet als Teil ihrer Streifgebiete, sind aber selten anzutreffen.

Jagd im Europaschutzgebiet Wolayersee

Gamsrudel_am Schneefeld-1.jpg

Gamswild

Aufgrund der Lebensräume bildet das Gamswild das wichtigste Jagdwild. Die Verzahnung von steilen Felslagen in verschiedenen Höhen mit angrenzenden lichten Waldbeständen und Almflächen kommt dem Gamswild sehr entgegen. Die verschiedenen Expositionen auf kleinem Raum bieten sowohl Sommer- wie auch Wintereinstände. Bedingt durch die Topografie findet Gamswild im Gebiet auch viele natürliche Ruhezonen vor. 

Rothirsche.jpeg

Rot- und Rehwild

Rot- und Rehwild können im weiteren Sinne als „Sommergäste“ auf den hochgelegenen Almen bezeichnet werden. Diese beiden Arten sind auf die hohen und langanhaltenden Schneelagen der oberen Regionen nicht so gut angepasst wie das Gamswild. Daher weichen sie lokal in tiefere Lagen aus und ziehen nach der Schneeschmelze – dem Ergrünen der Almen folgend - wieder in die Hochlagen. Hier können diese beiden Arten bis in die letzten Grünerlenfelder unter den Felswänden angetroffen werden. 

birkhahnen_2_vgb.jpg

Birkwild

Das Birkwild ist ein Bewohner der aufgelockerten Kampfzone des Bergwaldes. Durch die beschriebene Tätigkeiten der Almwirtschaft wurde der Lebensraum des Birkwildes deutlich erweitert. Damit kann dieses Raufußhuhn als „Charakterart“ dieser Almlandschaft bezeichnet werden. Dabei bilden nordexponierte Grünerlenfelder und Lärchen die Wintereinstände für das Birkwild, Brut- und Sommerlebensräume finden sich in den ausgedehnten Zwergstrauchheiden (Rhododendron, Heidelbeere) und lichten Lärchenbeständen. 

Hintergrund_1.png